Übersicht: Wirtschaftlichkeit und Greifswald

Wirtschaftlichkeit Greifswald: haushalterische Abschnitt im Standort- und Arbeitsmarktmodell

Hansestadt Greifswald wird hier nicht allgemein bewertet, sondern entlang der Frage, ob ein einmaliger Zuschuss für Umzug, Kaution oder Wohnungsbeschaffung gegenüber fortlaufendem Stillstand wirtschaftlich plausibel sein kann.

Wirtschaftlicher Befund

Nähe zu Loitz, Universitätsmedizin, Universität und ein gut belegter verlässlicher Wohnungsbestand können die Wirtschaftlichkeit stützen. Die Rechnung wird besonders plausibel, wenn ein Arbeits-, Ausbildungs-, Pflege-, Klinik- oder Qualifizierungspfad bereits benennbar ist.

Die Kernrechnung bleibt: einmalige Startkosten gegen fortgesetzte Kosten des Leistungsbezugs. Der Zuschuss ist nur dann vertretbar, wenn Arbeit, Wohnraum, Gesundheit und Zumutbarkeit gemeinsam nachweisbar sind.

Beispielrechnung

Als Näherung können bei einer Single-Bedarfsgemeinschaft einmalige Kosten von ca. 2.800 bis 4.200 € und bei einer Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern ca. 5.500 bis 7.500 € angesetzt werden. Entscheidend ist nicht der Pauschalwert, sondern die Rückrechnungszeit im konkreten Fall.

Loitz = 100 im Familienbeispiel

Für eine Bedarfsgemeinschaft mit zwei Erwachsenen und drei Kindern wird Loitz als Basis gesetzt: ca. 820 € KdU, Kennzahl 100, ca. 7.000 € einmalige Umzugskosten. Im mittleren Fallannahme liegt Greifswald bei ca. 1.220 € KdU, +400 € Mehrkosten, ca. 1.050 € monatlicher Gesamt-Ersparnis und einer Rückrechnung von ca. 7 Monaten.

Die Spannbreite für Greifswald liegt im Modell bei ca. 1.150 - 1.280 € KdU und einem Richtwert für Unterkunftskosten von 140 - 156 gegenüber Loitz. Die wirtschaftliche Lesart lautet: gut, obwohl die Mieten deutlich höher liegen, wenn Bereich 1 den Arbeitsmarktgewinn klar belegt ist.

Grenze: Das konkrete Mietangebot, Heizkosten, KdU-Angemessenheit und Einkommensannahme müssen im Einzelfall belegt werden.

Einschränkung

Die höheren Kosten am Zielort dürfen den Eingliederungsgewinn nicht aufzehren. Mietangebot und Klärung der Unterkunftskosten müssen vor Vertragsabschluss stehen.

Leitfrage

Stehen die einmaligen Umzugskosten in einem vernünftigen Verhältnis zur realistischen Aussicht auf eine kürzere Bezugsdauer, stabile Eingliederung und weniger Folgekosten?

Status
Oberzentrum
Einwohner
56.092
Kennzahl zur Arbeitsplatzdichte
318
Verlässlicher Wohnungsbestand
ca. 16.699

Verknüpfung

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