Sicherheit durch Ordnung
Die fünf Bereiche des Standort- und Arbeitsmarktmodells
Das Leitmodell ordnet freiwillige Ortswechsel nicht nach Bauchgefühl, sondern nach fünf klärbaren Bereichen. Ein Umzug aus einer Wohnortfalle kann nur dann geeignet sein, wenn Arbeit, Wohnraum, Wirtschaftlichkeit, seelische und soziale Festigung und Zumutbarkeit gemeinsam nachweisbar sind.
Arbeitsmarkt
Arbeitsplatzdichte, Bezug zum Pendeln, Branchenbild und erreichbare Einstiegspfade.
Bereich 2Wohnraum
Verlässliche Wohnungsbestände, Mietspiegel, KdU-Fähigkeit und Mietvertragsrisiken.
Bereich 3Wirtschaftlichkeit
Einmalige Umzugskosten gegen fortlaufende Kosten des Stillstands und realistische Rückrechnung.
Bereich 4Seelisches und Soziales
Klinik, Beratung, Gesundheit, Schuldnerhilfe und erreichbare Alltagsversorgung.
Bereich 5Zumutbarkeit
Freiwilligkeit, Bindungen, Gesundheit, Entfernung, Familienlage und individuelle Eignung.
Übersicht statt Pauschalurteil
Die Modellierung erzeugt keine automatische Umzugsempfehlung. Jede Stadt wird entlang derselben fünf Bereiche geklärt. Erst die Kreuzung aus Zielort und Bereich macht sichtbar, ob der Wechsel ein realistischer Eingliederungsweg oder nur eine Verlagerung des Problems wäre.
Standortfaktoren A-Z
Die fünf Bereiche werden künftig durch eine harte und weiche Standortfaktorenliste ergänzt. Damit bleibt sichtbar, dass Eingliederung nicht nur am Arbeitsplatz hängt, sondern auch an Betreuung, Kultur, Vereinen, Gesundheit, Beratung, Wegen, Ruhe und Zumutbarkeit.