Ortsprofil

Hansestadt Anklam im Standort- und Arbeitsmarktmodell

Anklam ist die mittelzentrale Abzweigung mit Nähe, überschaubarem Maßstab, gut belegter relativer Arbeitsmarktlage und gut klärbarem Wohnungsbestand. Es zeigt, dass ein Zielort nicht groß sein muss, um geeignet zu sein.

Ganzheitliche Klärung des Ortes

Harte und weiche Standortfaktoren

Anklam ist der vorrangige nahe Mittelzentrumsraum. Der Vorteil liegt in der Bedeutung als Arbeitsort, Krankenhaus, verlässlichen Wohnungsbeständen, Jobcenter-Nähe und überschaubarem Maßstab; die Einschränkung liegt in hoher sozialer Belastung.

Harte Standortfaktoren

ZentralitätMittelzentrum; naher Arbeits-, Wohn-, Klinik-, Behörden- und Versorgungsraum in Vorpommern.
ArbeitsmarktArbeitsmarkt-Kennzahl 321; ca. 6.540 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze am Arbeitsort; sehr hoher Wert für ein Mittelzentrum.
Pendlersaldo / Bedeutung als ArbeitsortPendlerüberschuss +2.373; 4.043 Einpendler, 1.670 Auspendler und 2.496 Binnenpendler im Pendlerjahr 2023.
Branchen / EinstiegKrankenhaus, Pflege, Lebensmittelwirtschaft, Verwaltung, Handel, Lager, Reinigung, Küche, Hauswirtschaft, Bau, Handwerk, Fahrdienste und Dienstleistung.
Verlässlicher WohnungsbestandGWA Anklam mit ca. 2.300 bis 2.500 Wohnungen und Anklamer Wohnungsgenossenschaft mit 1.121 Wohnungen; vorsichtiger Arbeitsbestand ca. 3.421 Wohnungen; Kennzahl zum Wohnungsbestand ca. 341.
Miete / KdUKein gleichwertig qualifizierter Mietspiegel belegt. Darum zählen konkretes Mietangebot, Bruttokaltmiete, Heizkosten, Kaution oder Genossenschaftsanteil und Zusicherung vor Vertragsabschluss.
GesundheitAMEOS Hanse Klinikum Anklam mit 110 Betten, 13 tagesklinischen Plätzen und kinder- und jugendpsychiatrischer Ambulanz; wichtiger Gesundheits- und Arbeitsort.
Bildung / AusbildungBerufliche Einstiege über Klinik, Pflege, Handwerk, Handel, Verwaltung, Dienstleistung, Qualifizierung und Arbeitsagentur-/Jobcenter-Bezug.
Kinderbetreuung / SchuleKita, Schule und Hort sind wegen Familienlage und Wohnortwechsel im Einzelfall zu klären; keine pauschale Platzannahme.
ÖPNV / ErreichbarkeitRegional überschaubarer Zielort; Erreichbarkeit aus Loitz, Arbeitsplatzlage und Schichtzeiten bleiben einzelfallbezogen zu klären.
SozialdatenKinderarmut 26,9 %, Jugendarmut 25,1 %, SGB-II-Quote 18,0 %, ALG-II-Quote 16,4 %, Medianalter 54,6. Deutliche soziale und demografische Einschränkung.

Weiche Standortfaktoren

Ruhe im AlltagÜberschaubares Mittelzentrum; weniger anonym als Oberzentren und für manche Lebensumstände geeigneter als ein weiter Großstadtwechsel.
Jugend / FreizeitJugend-, Schul-, Sport- und Vereinsangebote sind im Mittelzentrum vorhanden, müssen aber nach Wohnlage und Bedarf konkret geklärt werden.
Kultur / KunstStadtgeschichte, Lilienthal-Bezug, Museum, kleinere Kultur- und Veranstaltungsorte; geeignet vor allem als überschaubarer Lebensumfeld.
Sport / VereineSport- und Vereinsangebote vorhanden; passende Angebote nach Alter, Gesundheit und Wohnlage klären.
Natur / SeelePeene-, Fluss- und Umlandbezug sowie kleinstädtischer Maßstab können Halt geben.
Beratung / OrientierungJobcenter, Agentur für Arbeit, Sozialpsychiatrischer Dienst, Schuldnerberatung, Familien- und Erziehungsberatung, Migrationsberatung und Pflegestützpunkt sind als Hilfefelder zu führen; Zuständigkeit und Wartezeit bleiben zu klären.
soziale BelastungHohe Kinderarmut, hohe SGB-II-Quote, Alterung und fehlender qualifizierter Mietspiegel verlangen einen klaren Eingliederungspfad.

Grundregel: Arbeitsmarkt, verlässlicher Wohnungsbestand, Gesundheit, Beratung, Klärung der Unterkunftskosten, soziale Belastung und Kurzbefund sind für diesen Zielort geführt. Konkrete freie Wohnungen, einzelne Plätze, Sprechzeiten und Wartezeiten bleiben fallbezogen zu belegen.

Anklam in der Übersicht der fünf Bereiche

Kurzbefund Anklam

Anklam ist gut belegbar, wenn Arbeit, Wohnung, Klinik, Pflege, Verwaltung, Jobcenter-Nähe oder Beratung den Ortswechsel begründen. Ohne konkreten Pfad darf die soziale Belastung nicht übergangen werden.

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